PROTOKOLL

Paenasti: Protokollid (1874-1887)

LeidandmedEAA.3607.1.2
Kaader
6
Daatum11.07.1876
Protokolli teema8. Varavastased kuriteod
Märkused

Pajusby = Paenasti

Protokolli koostamise aasta on siin kirja pandud 1876 - sündmuste põhjal peaks aga olema 1875...

Kohtumehed
Eesnimi Perekonnanimi Täisnimi Roll
Jaak Pajomäggi Kohtumees
Ado Perk Kohtumees
Hendrik Reinberg Peakohtumees

Es erschien der zur Pajusbyschen Gemeinde gehörige Gesindeswirth Sutti Jaak Kukkemilk und klagte auf seinen Hüterjungen Michel Kiis welcher am 7. Juli Nachmittags 4 Uhr sein Wohnhaus muthwillig angezündet haben soll, und ist dadurch das Wohnhaus gänzlich niedergebrannt. Besagter Michel Kiis soll auch gegen andere Hüterjungen gedroht haben, seinem Wirthen einen Streich zu spielen, so dass er weinen müsse.

Michel Kiis, 13 Jahre alt, griechischer Confess. wurde vorgeführt und trug vor dass er das Feuer nicht muthwillig angelegt habe, sondern in der Wand einige Zündholzchen verwahrt habe, welche er hat nehmen wollen um in der Hütung Feuer an zu machen, die Zündholzchen seien mit einem Bändchen festgebunden gewesen, und als er sie hat losmachen wollen, seien die Zündholzchen in Brand gerathen und ist das Feuer gleich in das Dach gekommen, darauf ist er fortgelaufen und Keinem etwas gesagt.

Erkannt wurde:

Da über die Drohung keine Zeugen vorhanden sind und nach dem Geständniss des Michel Kiis das Feuer durch Vnvorsichtigkeit entstanden, hatte hiesiges Gemeindegericht den Schuldigen mit einer ihm angemessener Leibesstrafe bestraft, aber auf Wunsch des Besitzers des Gutes Pajusby Herrn v. La Trobe übergiebt dieses Gemeindegericht den Michel Kiis einem Kaiserl. Fellinschen Ordnungsgericht.

Sosaarscher Gemeindegerichtsvorsitzer: Hendrik Reinberg XXX

I. Beisitzer: Jaak Pajomäggi XXX

II.     "           Ado Pärk XXX

Es erschien der zur Pajusbyschen Gemeinde gehörige Gesindeswirth Sutti Jaak Kukkemilk und klagte auf seinen Hüterjungen Michel Kiis welcher am 7. Juli Nachmittags 4 Uhr sein Wohnhaus muthwillig angezündet haben soll, und ist dadurch das Wohnhaus gänzlich niedergebrannt. Besagter Michel Kiis soll auch gegen andere Hüterjungen gedroht haben, seinem Wirthen einen Streich zu spielen, so dass er weinen müsse.

Michel Kiis, 13 Jahre alt, griechischer Confess. wurde vorgeführt und trug vor dass er das Feuer nicht muthwillig angelegt habe, sondern in der Wand einige Zündholzchen verwahrt habe, welche er hat nehmen wollen um in der Hütung Feuer an zu machen, die Zündholzchen seien mit einem Bändchen festgebunden gewesen, und als er sie hat losmachen wollen, seien die Zündholzchen in Brand gerathen und ist das Feuer gleich in das Dach gekommen, darauf ist er fortgelaufen und Keinem etwas gesagt.

Erkannt wurde:

Da über die Drohung keine Zeugen vorhanden sind und nach dem Geständniss des Michel Kiis das Feuer durch Vnvorsichtigkeit entstanden, hatte hiesiges Gemeindegericht den Schuldigen mit einer ihm angemessener Leibesstrafe bestraft, aber auf Wunsch des Besitzers des Gutes Pajusby Herrn v. La Trobe übergiebt dieses Gemeindegericht den Michel Kiis einem Kaiserl. Fellinschen Ordnungsgericht.

Sosaarscher Gemeindegerichtsvorsitzer: Hendrik Reinberg XXX

I. Beisitzer: Jaak Pajomäggi XXX

II.     "           Ado Pärk XXX


TAGASI KUVA MÄRGENDUS